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Als Steffi Graf und Boris Becker in Gladbach gewannen


Am 14. Juni feierte Steffi Graf ihren 50. Geburtstag, die erfolgreichste deutsche Sportlerin aller Zeiten. In Tennis-Deutschland erinnert man sich immer noch sehr gut an ihre Erfolge. Und in Mönchengladbach vor allem auch an das Jahr 1982, als sich Steffi Graf und Boris Becker am Bunten Garten die Titel beim German Junior Open holten: Boris, 14 Jahre, gewann die jüngere Klasse bis 15 Jahre, Steffi Graf, gerade erst 13, schon die der bis 18-Jährigen (Foto oben). In den kommenden Tagen (13. bis 20. Juli) werden diese Erinnerungen weiter aufgefrischt, wenn am Bunten Garten der Nachfolger des legendären German Junior Open ausgetragen wird: NRW Junior Open.

Das Jugendturnier der Tennis-Gesellschaft Rot-Weiß, 1956 erstmals für den Nachwuchs in und um Mönchengladbach veranstaltet, zählte von den  1960ern bis Mitte der 80er Jahre zu den bedeutendsten in Europa. Spätere Weltklasse-Spieler und Grand-Slam-Sieger wie Björn Borg und Ivan Lendl, Steffi Graf (im Foto oben bei der Siegerehrung durch Turnierleiter Ulrich Bunkowitz) und Boris Becker gewannen das Turnier am Bunten Garten, Borg und Lendl gleich mehrmals. Michael Stich, Mats Wilander und Pat Cash schieden gegen die starke Konkurrenz frühzeitig aus. Diese Zeiten waren allerdings schon vorüber, als das German Junior Open 1996, als Grade-1-Turnier, zum letzten Mal in Gladbach ausgetragen wurde, ehe es nach Essen wechselte und dann 2009 nach Berlin.

Vor elf Jahren entschloss sich die TG Rot-Weiß, die 1996 aus Sorge vor wachsenden Kosten aufgegeben hatte, zu einem neuen Anlauf. Seither gibt es das NRW Junior Open am Bunten Garten. Und die Top-Jugend von heute spielt auf einem Niveau, das sich mit dem der Graf, Becker und Co. von damals locker messen kann. Ab kommendem Samstag bis zum 20. Juli können sich nicht nur die Mönchengladbacher Tennisfreunde wieder davon überzeugen.

Dank Barbara Rittner: NRW Junior Open wurde von der ITF hochgestuft

Bis Samstag, 20. Juli, ist am Bunten Garten die elfte Auflage des NRW Junior Open. Und das sportliche Niveau dürfte noch einmal steigen. Denn Mönchengladbach hat vom Welt-Tennisverband ITF eine Aufwertung erfahren: Grade 3 statt Grade 4. Der bringt  mehr Weltranglisten-Punkte und ist damit attraktiver für die Spieler.

Den Anstoß dazu hat Barbara Rittner,  gegeben, Bundestrainerin seit 2009 und seit zwei Jahren als „Head of Women‘s Tennis“ beim DTB für die deutschen Damen zuständig. Die gebürtige Krefelderin   war im vergangenen Jahr mehrmals zur Beobachtung der deutschen Mädels beim NRW Junior Open und begeistert von diesem Turnier mit Akteuren aus 34 Nationen: „Eine tolle Anlage, eine tolle Organisation ohne Probleme, viele Zuschauer - alle waren sehr zufrieden.“

Barbara Rittner kennt das Turnier übrigens längst aus eigenem sportlichen Erleben: 1988 war sie als 15-Jährige Halbfinalistin im Einzel und Zweite im Doppel - sechs Jahre nach dem Sieg Steffi Grafs. „Dies war mein erster wichtiger internationaler Erfolg“, sagte sie. Man darf damit rechnen, dass sie auch jetzt kommen wird, trotz oder wegen des Desasters in Wimbledon, wo kein Deutscher und keine Deutsche es ins Achtelfinale schaffte.

Der Nachwuchs soll weitere internationale Erfahrung sammeln

„Für unsere Mädchen und Jungen bietet das NRW Junior Open eine gute Möglichkeit, weitere internationale Erfahrung zu sammeln“, sagt Mirco Westphal, Chefkoordinator Leistungssport Events beim Deutschen Tennis-Bund. Im vergangenen Jahr standen in beiden Endspielen nur Deutsche.

Das Turnier gehört zum ITF Junior Circuit, einer Serie von jährlich ungefähr 300 Turnieren der Altersklasse U18, die in mehr als 100 Ländern ausgetragen werden. Sie sollen die Nachwuchsspieler an ein professionelles Niveau heranführen und ihnen so bessere Einstiegsmöglichkeiten in den Erwachsenenbereich bieten. Zudem werden auf der Basis dieser Turniere die Weltranglisten der Junioren und Juniorinnen erstellt.

Diesmal keine Konkurrenz durch die Bundesliga


Ausgetragen werden in Mönchengladbach zunächst am Samstag und Sonntag die beiden 48er-Felder der Qualifikation. Ab Montag folgen die 48er Hauptfelder, dazu gibt es noch 24er-Felder für die Doppel. Die Endspiele sind erstmals bereits am Samstag. „Dadurch haben wir diesmal am Finaltag keine Konkurrenz durch die Bundesliga. Und der Top-Nachwuchs hat kein Problem mit der Anreise zum European Junior Championship im Schweizer Klosters, das am Montag anfängt“, sagt Thorsten Thiele, als Oberschiedsrichter sportlicher „Chef-Organisator“ von Turnierdirektorin Janka Piliar.

Die Höherstufung der ITF auf Grade 3 wirkt sich bereits auf die Teilnehmerfelder aus. Die Zulassungsliste für das Hauptfeld beginnt diesmal bei den Junioren schon mit dem Franzosen Timo Legout (ITF-Rang 64). Max Wiskandt vom Gladbacher HTC steht auf Platz 16 (ITF 203) als Erster von drei Deutschen. Bei den Juniorinnen steht die US-Amerikanerin Skyler Marie Grace Grishuk (ITF-Rang 105) vorne, die Hannoveranerin Angelina Wirges ist als Nummer 3 dabei.

Max Wiskandt und Charlotta Buß im Hauptfeld

Vom Tennis-Verband Niederrhein sind neben Max Wiskandt noch der Lintorfer Tom Gentzsch und die Bocholterin Charlotta Buß mit einer Wildcard im Hauptfeld. In der Qualifikation spielen David Tesic (GHTC), Finn Bischof (Jahn Hiesfeld), Tim Hammes (BW Krefeld), Aaron Williams (Bayer Wuppertal), Ole Valkyser (Odenkirchen), Emma Stauber (ETUF Essen), Leonie Schuknecht (Blau-Weiß Krefeld), Noemi Sante (Stadtwald Hilden),  Isabel van Lent (Gladbacher HTC), Victoria Vieten (Rheinstadion Düsseldorf), Magdalena Paszkowiak (Moers 08) und  Neele Menßen (Eintracht Duisburg).  

ZU DEN FELDERN

Barbara Rittner im vergangenen Jahr mit Turnierdirektorin Janka Piliar.

Blick über den Centre Court auf das Clubhaus

Alexander Zverev schied 2011 in Gladbach frühzeitig aus. Heute ist der Deutschlands Nummer 1 und Fünfter der Herren-Weltrangliste.

Die Finalisten 2018: Sieger Osman Torski (links) und Fynn Künkler mit Bundestrainer Jan Velthuis.

2018-Siegerin Mara Guth (links) und Julia Middendorf mit Turnierdirektorin Janka Piliar. Fotos zu diesem Bericht: Jürgen Ziemann, Dieter Meier, Sonja Döhring, Stanislav Piliar, Thomas Grulke, Rot-Weiß-Archiv.

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