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Weltklasse im Club: Sieben von zehn sind aus NRW


„Weltklasse im Club“, „die beste Bundesliga aller Zeiten“: Die Tennisfans in Deutschland haben sich an solche Superlative gewöhnt, freuen sich Jahr für Jahr auf die Saison. Die Spielzeit beginnt diesmal am Sonntag, 7. Juli, endet nach neun Spieltagen fünf Wochen später am 11. August. Und sie ist auch nach dem Rückzug von Blau-Weiß Halle fast so etwas wie eine NRW-Liga: Sieben der zehn Mannschaften kommen aus Nordrhein-Westfalen, drei davon vom Niederrhein.

Rochusclub Düsseldorf, Blau-Weiß Krefeld und Gladbacher HTC liegen in Fahrrad-Distanz beieinander. Aachen mit gleich zwei Teams und Köln sind nicht viel weit weiter entfernt. Nur nach Sennelager, dem Stadtteil Paderborns, ist es ein gutes Stück mehr. Die restlichen drei Vereine der Ersten Bundesliga sind Grün-Weiß Mannheim und TC Weinheim aus Baden-Württemberg und der TC Großhesselohe aus dem Münchner Dunstkreis.

Mit dem TuS Sennelager ist ein absoluter  Liga-Neuling dabei. Doch ein Verein fehlt, der 16 Jahre dazu gehörte, fünfmal Deutscher Meister (zuletzt 2017) und 2018 noch Vizemeister war: Blau-Weiß Halle. Die wirtschaftlichen Probleme der Firma des Sponsors Gerry Weber führten kurz danach zum Rückzug aus der Bundesliga.

Die Saison beginnt am 7. Juli mit einem Niederrhein-Derby: Krefeld gegen Gladbach). Und sie endet mit einem weiteren Derby: Krefeld gegen Düsseldorf. Und das sind die Niederrhein-Teams und ihre Perspektiven in der Saison 2019:

Der Rochusclub in der „besten Bundesliga aller Zeiten"
 
Es war ein toller Auftritt des Rochusclub in der Bundesliga-Saison 2018: Platz drei, hauchdünn hinter dem Deutschen Meister Grün-Weiß Mannheim und Blau-Weiß Halle. Das 3:3 am letzten Spieltag gegen den Gladbacher HTC kostete die Vizemeisterschaft. Eine Entscheidung mit dem Rechenschieber: 34:20 gegen 33:21 Matchpunkte sprachen für Halle - das dann sein Team zurückzog.

„Die Saison 2019 bietet die beste Bundesliga aller Zeiten“, verspricht Düsseldorfs Teamchef Detlev Irmler. Und stapelt wie gewohnt tief, was die Aussichten seiner Mannschaft betrifft: „Wenn ich die Aufstellungen der anderen Klubs sehe, wird mir ganz blümerant“, sagt der Mann, der Deutschlands Davis-Cup-Coach war und Erfahrung wie kein anderer in der Liga hat.

Einen sehr prominenten Namen vermisst man im Düsseldorfer Kader: Alexander Zverev. „Er und sein Bruder Mischa würden auch diesmal wegen ihrer Auftritte bei den großen ATP-Turnieren nicht in der Bundesliga spielen können. Deshalb gebe ich die Plätze im Kader an Spieler, die uns im Kampf um den Klassenverbleib helfen können“, sagt Irmler. Klassenver-bleib - so kennt man ihn halt: lieber tiefstapeln als hohe Erwartungen schüren. Das war in den vergangenen Jahren nicht anders – auch 2018 …

Hat Henri Squire das Zeug als zweiter Alexander Zverev?

Neu im Kader sind zwei Düsseldorfer: der 16-jährige Hendrik Heym und Henri Squire vom TC Kaiserswerth. Der 18-Jährige gilt als eines der größten deutschen Talente. „Er könnte so etwas wie der zweite Sascha Zverev werden – wenn er die Ellbogen hat“, sagt Irmler.

Internationale Erfahrung haben die anderen Neuen beim Rochusclub, zwei sind am Niederrhein bereits aus der Bundesliga bekannt: Der Litauer Ricardas Berankis (ATP-Rang 75 nach den French Open in Paris) hat für den Gladbacher HTC gespielt, der Spanier Roberto Carballes Baena (73) für Krefeld. Auf Platz 58 der Weltrangliste steht der Argentinier Juan Ignacio Londero, auf 161 sein Landsmann Marco Trungelliti. Der Schweizer Henri Laaksonen hat ATP-Rang 94. Bewährte Kräfte beim Rochusclub sind die Spanier Jaume Munar (ATP-Platz 74)  und Pablo Andujar, der nach drei Operationen derzeit wieder im Aufwind ist: nach Paris auf Platz 82, 2013 die Nr. 32. Außerdem Marcel Granollers (105), Pedro Sousa (124), Lukas Rosol (141), Filip Horansky (172) sowie die Doppel-Spezialisten Matwe Middelkoop (ATP-Doppel 44), Sander Arends (27) und Hans-Podlipnik-Castillo (100).

Spielt Krefeld diesmal um den Meistertitel?

Der Countdown läuft. 8, 4, 6, 5, 4 – das sind die Plätze des HTC Blau-Weiß Krefeld am Ende der letzten fünf Spielzeiten der Ersten Bundesliga. Rang vier in der Eliteklasse – das ist das bisher beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte, in der er als Einziger seit Gründung der Bundesliga 1972 immer in der Ersten oder Zweiten Klasse spielt. Die Frage vor der Saison 2019, in die Blau-Weiß mit vier Spielern aus den Top 100 der Weltrangliste geht (Stand nach den French Open): Läuft der Countdown weiter?

„Es wird jedes Jahr schwerer, das Vorjahresergebnis zu toppen“, sagt Teamchef Olaf Merkel, gewohnt zurückhaltend. Doch „Blau-Weiß Timberland Finance Krefeld“, wie die Mannschaft sich nun nennt, hat dank des neuen Titelsponsors noch einmal aufgerüstet.  „Unser Kader ist wirklich hochklassig“, sagt  Jürgen Melzer, Österreichs Tennis-Ass im Krefelder Team: „Wir können im Titelrennen sicherlich ein Wörtchen mitreden.“

Sechs sind weg, sechs Neue gekommen


Der Italiener Marco Cecchinato war im Vorjahr die Nummer 1,  stand   Anfang Juni noch auf Platz 16 der ATP-Weltrangliste. Nach den French Open war es Rang 39,  und der Italiener Christian Garin, neu im Kader, stand mit dem ATP-Ranking 32 ganz vorne. Dahinter kommt ein weiterer Neuer:  der Argentinier Leonardo Mayer, der 2015 das längste Davis-Cup-Match aller Zeiten gespielt hat: sechs Stunden und 42 Minuten gegen den Brasilianer Joao Souza. Mayer war schon mal die Nummer 21 und steht nach Paris  auf Platz 48 der Weltrangliste. Es folgt Paolo Lorenzi, lange Krefelds Nummer 1 und jetzt  97. Die Italiener Stefano Travaglia (ATP 112), Gianluca Mager (128), Simone Bolelli (180, bester Platz war 2009 die 36) und sowie der aus Gladbach gekommene Brasilianer Rogerio Dutra Silva (230) vervollständigen die Liste der sechs neuen Krefelder.

Weiter dabei sind Alessandro Gianessi (152), Federico Gaio (210) - und ein dreimaliger Grand-Slam-Sieger in den Doppel-Konkurrenzen: Jürgen Melzer. Der mittlerweile 38-Jährige Österreicher gewann 2010  in Wimbledon im Doppel und 2011 bei den US Open im Doppel und im Mixed. Im Kader stehen außerdem  Andrea Collarini (328), Ricardo Ojeda Lara 388, Davide Gallopini, Florian Kaiser und Tobias Prehn.

Gladbachs Ziel ist diesmal ein guter Mittelfeldplatz

2018 war nicht das Jahr des Gladbacher HTC. Mit sechs Top-100-Spielern der Weltrangliste, darunter mit Phillip Kohlschreiber,  Albert Ramos-Vinolas und Marton Fucsovics drei aus den Top 50, war das Team ein Titelanwärter. Am Ende sprang der sechste Tabellenplatz heraus, nachdem sogar der Abstieg nicht ausgeschlossen war. Nun geht der GHTC mit fast unverändertem Kader in die Saison 2019.

„Im vergangenen Jahr sind wir unter unseren eigenen Erwartungen geblieben“, sagt Teamchef Henrik Schmidt. „Diesmal sind wir nicht eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. Aber um den Meistertitel werden wohl andere spielen:  Mannheim, Kurhaus Aachen und vielleicht auch der Rochusclub Düsseldorf oder Blau-Weiß Krefeld, das mit seinem neuen Titelsponsor mehr finanzielle Möglichkeiten als bisher hat. Unser Ziel ist ein guter Platz im Mittelfeld, so etwa Rang vier bis sechs.“

Robin Haase ist der einzige Neue

Dazu soll die einzige „Neuerwerbung“ beitragen: der Niederländer Robin Haase. Er war 2018 die Nummer 1 beim deutschen Vizemeister Blau-Weiß Halle. Der hat inzwischen sein Team aus der Bundesliga abgemeldet  - und Robin Haase war frei. Aktuell steht er auf Platz 67 der Weltrangliste: seine bisher beste Platzierung war 31 im vergangenen Jahr. „Unser Coach Patrice Hopfe und ich kennen Robin seit Jahren. Er kommt gerne zu uns, wohnt auch nur eine Autostunde von Gladbach entfernt in Turnhout“, sagt Schmidt.

Aus dem Kader des Vorjahres fehlen nur zwei Spieler: Rogerio Dutra Silva (ATP 230) und Andreas Haider-Maurer.  Schmidt: „Rogerio konnte uns keine Garantie für bestimmte Matches geben, das aber wollen wir haben, um planen zu können. Und Andreas steht nach all seinen Verletzungspausen mittlerweile auf ATP-Platz 488. Man weiß nicht, ob er noch einmal in die Nähe seiner alten Stärke kommt. Wir haben zwei Jahre auf ihn gewartet und uns nun entschieden, ihn nicht mehr zu verpflichten.“

„Wir wollen vor allem schöne Heimspiele bieten“


Ein Ziel des GHTC ist nach wie vor, Heimspiele bieten, die das Publikum zufriedenstellen (Foto ganz oben). Außerdem ist dem  Club  das Drumherum, die Atmosphäre, wichtig:  Dazu gehört nun eine neue Tribüne für den Centercourt. Wichtig ist natürlich auch das Klima in der Mannschaft. Schmidt: "Menschlich passte auch im vergangenen Jahr alles. Darum haben wir jetzt kaum etwas im Team verändert. Die Spieler kommen gerne, und sie wollen auch spielen. Wir planen deshalb mit gemischten Einsätzen: Möglichst alle sollen zum Einsatz kommen, auch die jungen Spieler wie der gebürtige Gladbacher Tim Sandkaulen.“

Der Kader für die Saison 2019 (in Klammern der  Weltranglisten-Platz Mitte Juni nach den French Open): Philipp Kohlschreiber (51, Deutschland),   Robin Haase (67, Niederlande), Albert Ramos-Vinolas (101, Spanien). Jiri Vesely (107, Tschechien), Adrian Menendez (150, Spanien), Guillermo Garcia Lopez (153, Spanien), Andrej  Martin (154, Slowakei), Alkesandr Nedovyesov (194, Kasachstan), Daniel Gimeno-Traver (261, Spanien), Matteo Donati (273, Italien), Franko Skugor (ATP Doppel-Rangliste Platz 17, Kroatien),  Roman Jebavy ( ATP Doppel 53, Tschechien),, Tim Sandkaulen, Max Wiskandt, David Tesic (alle drei Deutschland, ohne derzeitiges ATP-Ranking).

Erste Bundesliga Herren

DTB-Livescores HIER

Volle "Hütte" in Krefeld beim Derby gegen Galdbach. Foto: Promasportfoto

Der Center Court des Rochsclub Foto: Schmidt

Die Nummer 1 des Gladbacher HTC: Philipp Kohlschreiber. Foto: promasportfoto

Roberto Carballes-Baena wechselte von Krefeld nach Düsseldorf. Foto: Stephan Frings

Jürgen Melzer hat drei Grand-Slam-Titel im Doppel geholt. In der Bundesliga spielt er für Krefeld. Foto: Perenyi

Düsseldorfs Coach Detlev Irmler Foto: promasportfoto

Olaf Merkel steuert Krefeld. Foto: HTC

Gladbachs Chef Henrik Schmidt (rechts) und Teamcoach Patrice Hopfe. Foto:GHTC

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