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„Leistungsstarkes Feld wie noch nie“ in Meerbusch


Am kommenden Wochenende beginnt mit den „Tennis Open Stadtwerke Meerbusch“ das sechste ATP-Tennisturnier in Meerbusch (12. bis 19. August auf der Anlage von GWR Büderich). Ein Interview mit Veranstalter Marc Raffel über die Vorbereitungen und Perspektiven der größten Sandplatz-Tennisveranstaltung in Nordrhein-Westfalen.

In ein paar Tagen geht es ja los mit ATP Tennis an Rhein und Ruhr. Sind Sie entspannt?
Ja und nein. Zu Anfang der Sommerferien bin ich ja traditionell im Urlaub aber auch von dort aus musste ich, wie immer, für das Turnier arbeiten.

Was denn zum Beispiel?
Das Programm-Magazin geht immer zehn Tage vor der Veranstaltung in Druck, dies muss
redigiert und Korrektur gelesen werden. Das muss dann halt im Urlaub stattfinden. Wir haben
ja traditionell den Anspruch, ein ansprechendes Programm-Magazin zu produzieren. Auch viele weitere organisatorische Dinge sind dann aus dem Urlaub zu regeln.

Sind Sie mit dem Stand der Vorbereitungen zufrieden?
Es läuft alles nach Plan, ich bin sehr zufrieden. Natürlich kommt hin und wieder mal das eine oder andere Unvorhergesehene, aber damit musst du als Veranstalter immer rechnen. Es ist immer ein bisschen so, als wäre es das erste Mal.

Haben Sie ein Beispiel?
Aufgrund der Hitze der vergangenen Wochen ist es zurzeit schwer, bei den Herstellern Elektrolyt -Getränke für die Spieler zu bekommen. Da mussten wir dieser Tage ein paar Klimmzüge machen, aber es ist uns gelungen – unter Mithilfe unserer Partner - das benötigte Kontingent zu sichern.

Was sagen Sie zum Teilnehmerfeld?
Ich bin ehrlich gesagt begeistert, so ein dichtes, leistungsstarkes Teilnehmerfeld hatten wir noch nie. Ob Deutschlands Top-100-Spieler Yannick Hanfmann, Deutschlands Shootingstar Rudolf Molleker oder die Weltklassespieler Thiemo de Bakker, Pedro Sousa, Andreas Haider-Maurer, Simone Bolelli,  Dustin Brown und viele mehr: Wir haben in diesem Jahr ein erlesenes Teilnehmerfeld.

Wer ist Ihr Favorit?
Ganz schwer zu sagen. Ich würde mich natürlich über einen deutschen Champion besonders freuen. Vielleicht Yannick Hanfmann, Rudolf Molleker oder Dustin Brown? Dustin hätte es auch mal verdient, er startet hier in Meerbusch bereits das vierte Mal.

Gibt es ein paar Neuerungen rund um das Turnier?
Ja klar. Neben Weltklassetennis haben wir das Rahmenprogramm deutlich verbessert. Von Dienstag bis Samstag steigt täglich nach dem Match des Tages ein tolles Eventprogramm. Außerdem haben wir wertvolle Gewinnspiele im Angebot und eine Kinderanimation im Tennisdorf. Schließlich haben wir in diesem Jahr wieder unsere Tribüne um weitere 200 Plätze ausgebaut. Nach den ausverkauften Tagen aus dem letzten Jahr war dies bestimmt eine richtige Entscheidung. Schließlich haben wir in die Technik vor Ort investiert. Eine kleine Bühne für die Show Acts, eine erweiterte Soundanlage und, und, und... Ich bin fest davon überzeugt, dass wir wieder eine Schippe drauf gelegt haben.

Auch in anderen Bereichen?
Ja, wir haben unser gesamtes Organisationsteam vergrößert. Zum Beispiel helfen uns in diesem Jahr über 50 Ballkinder und 30 Linienrichter, das ist eine Steigerung von über 20 Prozent, auch die Platzmeister sind von zwei auf vier Personen aufgestockt worden, und so weiter. Gut 100 Personen gehören mittlerweile zum unmittelbaren Helferstab. Schließlich haben wir in diesem Jahr viel Arbeit in Sachen Social Media Marketing gesteckt. Hier gilt es, ein dickes „Danke schön“ an unseren neuen digitalen Partner, die Adisfaction AG, los zu werden. Die Agentur mit Tim Riepenhausen und Maik Erkelenz unterstützt uns vorbildlich, mit tollen Ergebnissen. Die Digitalisierung schreitet voran und wir dürfen hier den Anschluss nicht verpassen.  

Eine professionelle Veranstaltung lebt von Sponsoren. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?
Sehr positiv. Wir können mittlerweile auf sehr viele langjährige Partnerschaften stolz sein, und es kommen immer wieder neuer Sponsoren hinzu. Tennis ist in der Wahrnehmung in der Gesellschaft längst wieder bestens angekommen, Tendenz weiter steigend. Denn wir haben mit Wimbledonsiegerin Angelique Kerber und Alexander Zverev wieder zwei absolute Spitzen- Aushängeschilder in Deutschland. Man spürt förmlich, wie der Markt anzieht. Zwar können die absoluten Zahlen mit dem Fußball nicht mithalten, aber das Tennispublikum und das weitere Umfeld ist für Sponsoren halt eine sehr interessante Zielgruppe. Das spricht sich immer mehr herum.

Die Veranstaltung hat sich mittlerweile bestens etabliert. Wo soll die Reise noch hingehen?
Erst einmal wollen wir in diesem Jahr erfolgreich arbeiten. Wenn dieses Ziel erreicht ist
planen wir die Zukunft. Über eine Erhöhung des Preisgeldes könnte man zum Beispiel zu einem strahlenden Abschluss-Event der europäischen Aschenplatzsaison werden. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass dies möglich ist.

Welche Turnierkategorie wäre das dann?
Man könnte zum Beispiel die höchste Challenger Kategorie anpeilen, das heißt mit einem Gesamtpreisgeld von 127.000 US-Dollar, das würde jedoch bereits eine Verdopplung des Budgets bedeuten. Wichtig ist vor allem, dass wir die Veranstaltung weiter zu einem gesellschaftlichen, menschenfreundlichen Highlight entwickeln. Hierzu gilt es viele Dinge zu berücksichtigen.

Und dass Sie entsprechend neue Sponsoren gewinnen?
Natürlich wäre auch das wichtig! Viele Menschen spüren mehr und mehr, dass die Tennis Open Stadtwerke Meerbusch Ihrem Claim „ATP Tennis an Rhein & Ruhr“ gerecht werden und zu einem echten Standortfaktor der Region wachsen. Wir haben bereits jetzt viele Besucher nicht nur aus Meerbusch, sondern auch aus Düsseldorf, Köln, Bonn, Aachen, Mönchengladbach, Krefeld bis weit in das Ruhrgebiet hinein. Hier gilt es anzusetzen, wenn man wachsen will.

Was denken Sie in diesem Zusammenhang über die Gedanken einer Olympiabewerbung der Rhein Ruhr Region?
Die Idee und die Entwicklungen, getrieben durch den Kölner Sportunternehmer Michael Mronz, finde ich ganz großartig. Das Konzept ohne protzige Neubauten mit den vorhandenen Sportstätten hätte einen besonderen Charme und eine besondere Stärke. Mit einer geachteten Internationalen Sportveranstaltung wie den „Tennis Open Stadtwerke Meerbusch“ könnte man der Debatte ebenfalls positiven Schwung verleihen. 

Zur Turnier-Homepage geht es HIER

Interviewpartner Marc Raffel, Veranstalter der Tennis Open Stadtwerke Meerbusch Foto: MARA

Rudi Molleker: ein junger Deutscher mit viel Potenzial Quelle: DTB

Dustin Brown: deutsch-jamaikanischer Tennis-Paradiesvogel Foto: promasportfoto

Der Spanier Ricardo Ojeda Lara war im vergangenen Jahr der Turniersieger. Foto: Stephan Frings

Fleißige Ballkinder Foto: Frings

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