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„Tennis für alle“ - der Niederrhein bringt es voran


Bereits seit den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona ist Rollstuhltennis eine paralympische Disziplin. Mit Bianca Osterer vom TC Alemannia Kamp kommt eine der besten deutschen Spielerinnen vom Niederrhein. „Doch es gibt noch viel zu tun. Rollstuhltennis wird noch zu wenig angeboten“, sagt die 33-Jährige (Foto: DTB/Ronny Edelstein). Der TVN hat sich die Förderung dieser Disziplin seit dem vergangenen Jahr verstärkt auf die Fahne geschrieben.

Die Regeln des Rollstuhltennis sind die gleichen wie im normalen „Fußgänger“-Tennis, wie es die „Rollis“ nennen. Einzige Ausnahme ist die Möglichkeit, dass der Ball zwei Mal aufspringen darf. Es gibt reguläre Meisterschaften und dabei neben den Damen- und Herren-Ligen zusätzlich die Spielklasse „Quad-Tennis". Diese Kategorie ist für Spieler mit einer eingeschränkten motorischen Arm- und Handfunktion vorgesehen. Um in der Quad-Klasse antreten zu können, müssen mindestens drei Extremitäten eingeschränkt sein, wie seit fünf Jahren auch bei Bianca Osterer. 

Auf einem ganz normalen Tennisplatz

Gespielt werden kann auf jedem normalen Tennisplatz, draußen wie in der Halle, mit regulären Schlägern und Bällen, unabhängig vom Alter und Geschlecht, auch Anfänger sind willkommen: Die Trainer des TVN sind eigens geschult, um Rollstuhlfahrern Fahrfähigkeit und Schlagtechnik zu vermitteln.

Bei einer Pressekonferenz im Tennis-Clubhaus von ETUF Essen stellte jetzt Bianca Osterer zusammen mit Niklas Höfken, DTB-Referent für Rollstuhltennis und Behindertensport, TVN-Vizepräsidentin Sabine Schmitz, Breitensportreferent Michael Gielen und  Geschäftsführerin Kathrin Seegers das Programm des TVN zur Förderung des Rollstuhltennis vor.

Das Programm am Niederrhein ist schon angelaufen

Im Dezember 2018 und im März dieses Jahres gab es bereits erste Fortbildungen für Trainerinnen und Trainer; jeweils neun nahmen teil. Am 7. Juli ist bei ETUF Essen ein öffentliches Show-Match: Christian Schäffkes, seit Jahrzehnten „Seriensieger“ bei den Niederrhein-Meisterschaften, und TVN-Cheftrainer Björn Jacob treten mit Rolli-Fahrern als Partnern an. Dazu gibt es in Oberhausen beim Buschhausener TC am 14. September bereits zum zweiten Mal einen „Familien- und Inklusionstag“ mit dem Thema Rollstuhltennis. „Wir wollen auch beim Rollstuhltennis näher an die Vereine heran, sie anregen, selbst tätig zu werden und Rollstuhltennis-Gruppen aufzubauen“, sagt Michael Gielen.

 Im  Winter gibt es regelmäßige Trainings-Angebote in der Halle des Tennis-Zentrum Essen. Der TVN freut sich dabei über die Unterstützung der Firma Otto Bock: Das 100 Jahre alte Berliner Unternehmen der Orthopädie-Branche stellt ihm drei Sportrollstühle zum Verleih an Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung zur Ausübung der Disziplin Rollstuhltennis zur Verfügung. 

„Inklusion beginnt im Kopf – und auf dem Tennisplatz!“

Der TVN hat einen Flyer mit dem Titel „Tennis für alle“ und dem Motto „Inklusion beginnt im Kopf – und auf dem Tennisplatz!“ erstellt, der Ansprechpartner und Kontakte zu Rollstuhltennis-Trainern auflistet: im Essener Tennis-Zentrum, bei DJK Agon 08 Düsseldorf, TV Vorsterwald-Kaarst, Blau-Schwarz Düsseldorf, ETUF Essen und TC Buschhausen.

Wer sich Rollstuhltennis live und auf hoher Ebene ansehen will: Am verlängerten Fronleichnam-Wochenende (20. bis 23. Juni) sind in Leverkusen die Deutschen Rollstuhltennis-Meisterschaften, eingebunden in die Verbandsmeisterschaften des Tennisverbands Mittelrhein. Ein besonderes sportliches Highlight werden, so der DTB, die Matches im Leistungssport-Feld der Herren sowie der so genannten „Quads“ sein. Dabei werden Bianca Osterer und Zwillingsbrüdern Max und Marcus Laudan aus Berlin  beste Titelchancen eingeräumt.

Biancas Traum: die Paralympischen Spiele 2020 in Tokio

Bianca Osterer, die nach einem Arbeitsunfall bei der Ausbildung zur Altenpflegerin vor 13 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, hat aber noch einen ganz großen Traum: „Bei den Paralympics 2020 in Tokio dabei zu sein!“ Dafür muss sie aber nicht nur hart trainieren, sondern auch die Hindernisse der Sportbürokratie überwinden. Die macht nämlich auch vor Behinderten nicht Halt …

Doch Bianca Osterer ist eine Kämpferin. Siewar im Jahr 2013 die Nummer 12 der Weltrangliste bei den Rollstuhltennis-Damen. Dann musste sie sich erst verletzungsbedingt und anschließend aufgrund einer Babypause aus dem internationalen Turniergeschehen zurückziehen.  Seit eieinhalb Jahren greift sie nun aber mit einem klaren Ziel vor Augen wieder an.

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