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Zum Abschluss noch mal zwei deutsche Meistertitel


Zwei Deutsche Meister, drei Vizemeister, ein dritter Platz: Das ist die Bilanz des Tennis-Verband Niederrhein bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften 2019 am vergangenen Wochenende. Sie rundet eine Saison im Mannschafts-Sport ab, die etliche Erfolge brachte.

In der Ersten Bundesliga der Herren 30 gab es den Titelgewinn für den Aufsteiger TC Buschhausen, in der Ersten (offenen) Herren-Bundesliga die Ränge zwei, drei und fünf für Rochusclub Düsseldorf, Blau-Weiß Krefeld und Gladbacher HTC. In der Zweiten Liga wurde Blau-Weiß Neuss Erster vor dem TC Bredeney und steigt damit in die Erste Liga auf. Die Bredeneyer Damen wurden als Neuling in der Ersten Liga auf Anhieb deutscher Vizemeister. Obendrein gab es bei den Großen Spielen der Senioren zwei Titel für die TVN-Teams der Altersklassen 40 und 50 und zwei zweite Plätze für die 30er und 60er.

Damen vom Rochusclub und TC Bredeney  Deutsche Meister – zum zweiten Mal

Nun folgten bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften zwei weitere große Erfolge: für die Damen 30 des Rochusclub Düsseldorf und die Damen 40 des TC Bredeney (Foto oben, TCB). Vizemeister wurden die Damen 50 von ETUF Essen sowie bei den Herren die 50er des Ratinger TC Grün-Weiß und die 60er des TuS 84/10 Essen. Die Herren 40 des TC Bredeney schließlich wurden zufriedener Dritter.

 „Wir sind einfach überglücklich“


„Ich kann die Freude kaum in Worte fassen. Wir sind einfach überglücklich“, sagt Alice Tesan, Mannschaftsführerin der Damen 30 des Rochusclub Düsseldorf. Sie haben ihren Meistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt, nach einem packenden Finale vor eigenem Publikum mit 5:4 gegen den SV Böblingen. Auf der Clubanlage am Rolander Weg, wo einst beim legendären „World Team Cup“  Weltklasse-Spieler der Herren reihenweise auftraten und nun gerade erst die  Herren des Rochusclub Zweiter der Ersten Bundesliga („Weltklasse im Club“) wurden, holten sie den Titel bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften - zum zweiten Mal in Folge.

 „Es war grandios, wie Dorit Waligura mit 12:10 im Match-Tiebreak den wichtigen Punkt zu unserer 4:2-Führung aus den Einzeln geholt hat“, schwärmt Alice Tesan,  Nummer 1 und Mannschaftsführin. „Das war ein guter Ausgangspunkt, um in den Doppeln alles klar zu machen.“ Dorit Waligura war wie Camilla Waldecker und Insa Villnow  nach dem souveränen 6:0-Sieg am Samstag gegen den STK Garching für Mirja Wagner, Ruth Brauckmann und Cornelia Lassonczyk in die Mannschaft gekommen, während Alice Tesan, Andrea van den Hurk und Madita Suer erneut auf den Positionen 1, 2 und 3  spielten. Tesan und Waldecker (9:11 im Match-Tiebreak) verloren, van den Hurk, Suer, Villnow gewannen in zwei Sätzen. Und dann eben Dorit Waligura mit 12:10 im „dritten Satz“- der so wichtige Punkt zur 4:2-Führung.

Die drei Doppel liefen fast zeitgleich ab, die ersten Sätze gingen an Düsseldorf. Alice Tesan und Andrea van den Hurk holten den alles entscheidenden fünften Punkt mit 6:4, 6:2.  Als das erste Doppel entschieden, der Titelgewinn Düsseldorfs damit perfekt war, sagten die Böblingerinnen „Dann feiert mal schön!“ 7:2 stand am Ende unter dem Spielbericht.

Titelgewinn im Erholungsort

Gar nicht mehr angetreten wurde zu den Doppeln beim Finale der Damen 40 In Marktoberdorf, dem Erholungsort im Ostallgäu. Seit zwei Jahren spielt das Team des TC Bredeney um Mannschaftsführerin Esther Rekasch zusammen, zum zweiten Mal wurde es Meister der Regionalliga West und nun auch zum zweiten Mal  Deutscher Meister. Im vergangenen Jahr hatten sie das Endspiel gegen die Zehlendorfer Wespen mit 6:0 gewonnen. Diesmal ging es nach dem 7:2 im Habfinale gegen Gastgeber TSV Marktoberdorf im Endspiel gegen den TC Doggenburg aus Stuttgart, der diesmal gegen die „Wespen“ gespielt und 5:4 gewonnen hatte.

Die Belgierinnen Daphne van de Zande und Nancy Feber, dazu die Deutschen Sonja Vogt, Floretina Curpene, Andrea Schlüter und Iris Brembt-Liesenberg: Das war in dieser Saison durchgehend die Besetzung; zweimal kam Esther Rekasch, einmal Luitgard Klipper dazu. 5:1 hieß es am Samstag und am Sonntag jeweils nach den Einzeln. Nancy Feber hatte einmal im Match-Tiebreak verloren, einmal  in zwei Sätzen.  Das Halbfinale endete mit einem 7:2 gegen die Gastgeberinnen, die zum dritten Mal in Folge Meister der Regionalliga Süd-Ost geworden sind.  Im Endspiel wurde beim Stand von 5:1 auf die Doppel verzichtet.
„Das Wochenende war eine sehr nette Veranstaltung mit einer   erfolgreichen Titelverteidigung“, sagte Esther Rekasch. „Und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Der Zusammenhalt der sechs Spielerinnen plus der zwei Ergänzungen ist neben einem gut zusammengestellten Team das Bredeneyer Erfolgsrezept.

ETUFs zweiter Platz: "Ein würdiger Abschied"

Am mangelnden Zusammenhalt hat es gewiss nicht gelegen, dass die Damen 50 von ETUF Essen in Berlin die erfolgreiche Titelverteidigung nicht geschafft haben – nach sieben Endspielsiegen in den vergangenen sieben Jahren. „Das hatten wir schon fast erwartet“, sagt Teamchefin Sabine Schmitz. „Wir hatten in dieser Saison wichtige Ausfälle. Karina Heck war die allermeiste Zeit verletzt, Lynn Mortimer hat überhaupt nicht gespielt, weil sie aus familiären Gründen in Australien geblieben ist.“ In Berlin kamen sieben Spielerinnen zum Einsatz:  Susanne Veismann, Carole de Bruin, Luisa Gouveia, Gabriele Gröll-Dinu, Sabine Schmitz, Dagmar Anwar und Barbara Schmeling.

Im Halbfinale gegen Gastgeber Zehlendorfer Wespen gab es dennoch ein 6:0 aus den Einzeln, bei dem de Bruin und Gröll-Dinu in den Match-Tiebreak mussten; auf die Doppel wurde verzichtet. Im Endspiel gegen den TC Singen war das zweite Einzel der „Knackpunkt“: De Bruin musste auch hier in den Match-Tiebreak,  verlor ihn 8:10. Es war der vierte Punkt für das Team aus dem Landkreis Konstanz. Susanne Veismann und Sabine Schmitz hatten für ETUF gewonnen, Louisa Gouveia, Gabi Gröll-Dinu und Dagmar  Anwar wie de Bruin verloren. Die irgendwie doch erhoffte Wende in den Doppeln gelang aber nicht: Veismann/de Bruin gewannen, Gouveia/Gröll-Dinu verloren zum 3:5, und Schmitz/Schmeling bekamen die Punkte nach Aufgabe der Gegnerinnen. Endergebnis: 5:4 für Singen.

„Wir sind mit dem Titel als Vizemeister zufrieden“, sagt Sabine Schmitz. Und nun ein neuer Anlauf auf Platz eins im nächsten Jahr? „Das wird wohl nichts“, sagt sie. „Wir werden wahrscheinlich nicht mehr Meister der Regionalliga, Denn Kaiserswerth wechselt mit seinem jetzigen 40er-Team zu den 50ern. So war unser zweiter Platz bei der DM in Berlin wohl ein würdiger Abschied.“

Große Enttäuschung für Ratingens Herren 50

Dramatik und am Ende die ganz große Enttäuschung gab es für die Herren 50 des Ratinger TC Grün-Weiß in Bad Vilbel, der Stadt der heilsamen Quellen am nördlichen Rand von Frankfurt. 4:2 führten sie nach dem 5:1-Sieg am Samstag gegen dem TSV Sasel Hamburg im Finale gegen die Gastgeber. Die feierten an diesem Wochenende ihr 60-jähriges Bestehen mit dem erhofften zweiten Titelgewinn nach dem ersten Platz in der Damen-Bundesliga. 300 Zuschauer waren da, gaben ihrer Mannschaft den Rückhalt, um die Partie noch zu drehen.

Bad Vilbel hatte sein sportliches Schwergewicht aufgefahren. Der Niederländer Paul Haarhuis stand 1955 auf Platz 18 der ATP-Weltrangliste im Einzel, gewann in seiner Laufbahn sechs Titel bei Grand-Slam-Turnieren (!) im Doppel. Und ließ am Sonntag im Finale der Ratinger Nr. 1, dem Franzosen Lionnel Barthez, keine Chance. Matthias Müller-Seele verlor 5:7, 5:7, doch die anderen vier Einzel gingen glatt an Veli Paloheimo, Frack Fevrier, Marc Pradel und Guido-Markus Kegel.

4:2 für Ratingen also, der Meistertitel schien greifbar nahe. Doch es wurde eine Nervenschlacht, die alles in allem gut acht Stunden dauerte. Müller-Seele und Chris Berger verloren in zwei Sätzen ebenso wie Palheimo und Martin Persson (gegen Haarhuis/Rummel). 4:4 also. Und dann ging das Spitzen-Doppel in den Match-Tiebreak. Lionell Barthez und Marc Pradel verloren ihn 5:10. Bad Vilbel ist Deutscher Meister. „Letztlich verdient, weil sie die Doppel besser aufgestellt haben“, analysierte Ratinges Kapitän Marc Pradel enttäuscht, aber fair.
 
TuS 84/10 Essen ein zufriedener Vizemeister

Ein Finale verloren hat auch der TuS 84/10 Essen – doch enttäuscht ist er keineswegs. „Die Überraschung war , dass wir unser Halbfinale gewonnen haben“, sagt Geschäftsführer Jürgen Diedrich. „Wir hatten uns den dritten Platz in dieser Endrunde in Großburgwedel als Ziel ausgerechnet, Denn unser  Gegner im Habfinale war Luitpoldpark München. Die hatten wir in etwa so stark eingeschätzt wie Eschborn.“ Und Tennis 65 Eschborn ist derzeit das Maß der Dinge in dieser Altersklasse.

Doch die Essener liefen gegen München zu großer Form auf in einer Begegnung, die zu „einem wahren Krimi“, wurde, so Jürgen Diedrich. Drei Einzel gingen in den Match-Tiebreak,  TuS 84/10 gewann durch Peter Schreckenberg und Achim Przybilla; Maris Rozentals verlor an Position 1. Detlef Hungerbergs  Abbruch-Sieg brachte den dritten Punkt, Patrick Martijn und Gerhard Mans verloren. 3:3 nach den Einzeln,  dann gab es einen Punkt ohne Spiel für das Doppel Hungerberg/Przybilla und einen erspielten Erfolg für Schreckenberg/Mans; Rozentals/Martijn verloren.

Im Finale gab es erwartungsgemäß wenig  zu holen für Detlef Hungerberg, Schreckenberg (musste verletzt aufgeben), Przybilla, Martijn und Bernd Wolschke  gegen Leute wie Norbert Henn, Manfred Jungnitsch, Klaus Liebthal oder den Amerikaner  Daniel Waldmann. Maris Rozentals schaffte es an Position eins immerhin in den Match-Tiebreak gegen den Spanier Eduardo Osta-Valenti, der durch einen Netzroller 10:8 gewann.
6:0 für Eschborn, den alten und neuen Deutschen Meister, stand am Ende auf dem Spielbericht. Doch für den TuS 84/10 zählt der Sieg gegen München, der die Vizemeisterschaft brachte.

Bredeneys 40er Herren holten in Berlin viele Sympathiepunkte

Es war „nur“ der dritte Platz. Doch die Herren 40 des TC Bredeney sind auch damit zufrieden. Nicht nur, weil Berlin eine schöne Stadt ist, sondern weil sie sich gut und achtbar geschlagen haben. „Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende. Es hat Spaß gemacht und es war cool, gegen ehemalige Top-Weltranglistenspieler zu spielen. Als Neuling wurden wir sehr gut aufgenommen, wir haben viele Sympathiepunkte für Bredeney gesammelt“, sagte Mannschaftsführer Carsten Wahl.

Bredeney verlor im Halbfinale 1:5 gegen Bohlsbach,  nur Sven Löchter gewann, im Match-Tiebreak.  „Sie waren einfach zu stark“, sagte Carsten Wahl. In der Partie um den dritten Platz gab es dann am Sonntag einen 5:4-Sieg gegen den MTTC Iphitos München. 4:2 hieß es nach den Einzeln durch Siege von  Mirco Heinzinger, Carsten Wahl, Sven Löchter und Jörg Mannheims (Match-Tiebreak). Yuri Soberon und Hendrik Jan Davids (Match-Tiebreak) verloren.  In den Doppeln gewannen Davids/Löchter; Soberon/OLibver Buschmann und Heinzinger/Wahl verloren.

Alle Felder der Deutschen Vereinsmeisterschaften 2019 HIER

Die Damen 30 des Rochusclub, obere Reihe, von links: Dorit Waligura, Ruth Braukmann, Cornelia Lassonczyk, Mirja Wagner, unten Alice Tesan, Camilla Waldecker, Madita Suer, Andrea van den Hurk, Insa Villnow. Foto: KLaus Molt

ETUFs Damen 50, von links: Barbara Schmeling, Dagmar Anwar, Sabine Schmitz, Gabi Dinu, Karina Heck, Luisa Gouveia, Carole Debruin und Susanne Veismann.

Mit Damen-Begleitung: die Herren 60 des TuS 84/10 Essen

Die Herren 50 des Ratinger TC Grün-Weiß

Sympathiepunkte gibt es für die Herren 40 des TC Bredeney Foto: Dieter Meier

Tennis ist auch Kopfsache ... Foto: Ziemann

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