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Armin Wilke ist gestorben


Die Verwandten verabschiedeten sich Anfang Februar von Armin Wilke mit den Worten „Danke…für die Zeit mit Dir.“ Diesem Nachruf können sich der Tennisbezirk 1 und der Tennisverband Niederrhein nur anschließen.

Die Zeit, die er uns gab, ist wegen seines ungewöhnlichen und vielfältigen Engagements gar nicht so einfach zu rekonstruieren. Zwischen den Weltkriegen kam er zur Welt, durchlief die Schulzeit und wollte zunächst Fußballspieler werden. Fußball-Vertragsspieler.

Daraus wurde 1947 der Eintritt in den TV 03 Krefeld, wo er während der 60er Jahre in der 1. Herrenmannschaft spielte und schon bald Jugendwart und 2. Vorsitzender wurde. Als Organisationstalent muss er bereits früh aufgefallen sein, denn Dr. Dilthey, der damalige Vorsitzende des Tenniskreises linker Niederrhein (so hieß das damals), wollte ihn als Sportwart neben sich haben. Private Umstände führten dazu, dass Armin Wilke 1960 (mit 30 Jahren) Erster Vorsitzender dieses Kreises wurde. Im Kreis gab es zu dieser Zeit 32 Mannschaften !

Er bemerkte während seiner Amtszeit die schwache Position des „schrecklich elitären weißen Sports“ beim LSB und gründete die Interessengemeinschaft der Tennisverbände in NRW. Spätestens damit war er beim LSB bekannt und wurde 1985 in dessen Präsidium gewählt.

Im gleichen Jahr gab er den Vorsitz im Tennisbezirk 1 (das war mittlerweile die neue Bezeichnung,  und man zählte inzwischen mehr als 1000 Mannschaften) an Thomas Nickel weiter und wurde, bis er das Amt an Gerhard Nölle weiterreichte, Präsident des TVN. Parallel dazu arbeitete er als Vorsitzender des Landesausschusses Leistungssport.

All diese Verantwortlichkeiten waren hoch engagierter ehrenamtlicher Einsatz für den Sport. Beruflich ging Armin Wilke seiner Tätigkeit als Geschäftsführer einer Stahl- und Metallgesellschaft in Essen nach.

Bei Armin Wilke fällt es leicht, von einem Charisma zu sprechen. Mit sonorer Stimme,  mit stets detaillierten und belastbaren Informationen gewann er die Stimmen um sich herum, klar geradeaus, aber auch verbindlich sowie zuverlässig. Wenn dem Tennissport Gefahren drohten oder finanzielle Vergünstigungen winkten, war er hellwach, wenn sich Funktionäre nur profilieren wollten, schüttelte er  schweigend den Kopf und ging wieder an die konkrete Arbeit.

Tennis war für ihn weißer Sport in weißer Kleidung. Die Bekleidungsvorschriften von Wimbledon galten ihm als  unantastbares Altes und Neues Testament. Im Bezirk 1 haben wir ihn bis zuletzt als neugierig und aufmerksam erlebt, noch 2015 nahm er an unserer Jahreshauptversammlung teil. In der vorbereitenden Vorstandssitzung ergriff er selbstverständlich das Wort.

Den Herbst seines Lebens verbrachte er in Spanien, aber auch von dort hat er den Kontakt zum niederrheinischen Tennis nie abreißen lassen. Mir hat an ihm nicht nur die klare Kante gefallen, sondern auch, dass er herrlich lachen konnte. Armin Wilke konnte lachen, dass die Wände wackelten. Nun ist er im Alter von 87 ahren gestorben. Viele Tennisspieler, die ihn noch gekannt haben, werden ihn so schnell nicht vergessen.

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