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Deutsche Meisterschaft mit Weltklasse-Erinnerungen


„Das war einfach Klasse!“ In dieser Einschätzung sind sich Turnierdirektor Jürgen Müller und Turnierleiterin Sabine Gerke am Ende der neuntägigen 52. Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren und Seniorinnen im Tennis-Zentrum Essen völlig einig. „Das sportliche Niveau war extrem hoch, von der AK 40 bis zur 85plus“,sagt Gerke, „Großartig. So gute Felder haben wir sehr lange nicht gehabt“, vergleicht Müller. Und beide wissen, wovon sie reden, waren sie doch selbst mal Deutsche Meister.

Die nationalen Titelkämpfe 2020 an der Hafenstraße boten tolles Tennis – und Sieger, die früher als Tennis-Profis erfolgreich waren: Petra Theuring, Svenja Weidemann und Tomas Berend.

Berend ist der Bekannteste von ihnen durch seinen Davis-Cup Auftritt 2003 für Deutschland. Er war 13 Jahre auf der ATP-Tour und hat 2005 auf Platz 74 der Herren-Weltrangliste gestanden.

Petra Theuring war mal die Nummer 29 der Damen-Weltrangliste

Petra Theuring war 1996 sogar die Nummer 29 im Welt-Ranking der Damen, spielte unter anderem gegen Steffi Graf und Venus Williams, erreichte von 1994 bis 97 jeweils die zweite Runde beim Grand-Slam-Turnier in Paris. Damals hieß sie noch Petra Begerow. „Ich habe ihre Auftritte im Fernsehen verfolgt“, sagt Sonja Vogt, die bis heute mittag amtierende Deutsche Meisterin der 40er Damen vom TC Bredeney. Nun stand sie Petra selbst auf dem Tennisplatz gegenüber, realistisch, was ihre Chancen betraf: „Petra hat damals zehnmal besser gespielt als ich jemals war. Heute habe ich mit dem 2:6, 4:6 mehr erreicht als ich gehofft hatte.  Ich war froh, dass ich in beiden Sätzen 1:0 geführt habe. Da war der Druck schon mal weg“, sagte Sonja Vogt. Wobei sie im Halbfinale gegen Caroline Schneider aus Pfaffenhofen gewonnen hatte – die ebenfalls 20 Jahre professionell Tennis gespielt hat.

Petra Begerow hat geheiratet, heißt längst Theuring, wohnt in Straelen am Niederrhein. Turniertennis hat sie einige Jahre nicht gespielt – weil zwei Kinder kamen, die ihr wichtiger waren. Inzwischen ist sie wieder auf dem Platz, zunächst in Straelen und  nun beim TC Moers 08. 2015 wurde sie bei den European Open Europameisterin der 40er Damen – und heute Deutsche Meisterin der AK 45 (auf dem Foto oben, links mit Sonja Vogt).

Auch die neue Deutsche Meisterin der AK 40 ist eine ehemalige Profispielerin: Svenja Weidemann hat heute die Dominanz der Münsteranerin Manon Kruse beendet. 6:4, 6:4 gewann die Mannheimerin, die jetzt für Wilhelmshaven spielt, das Endspiel. Sie war unter anderem 2016 Weltmeisterin im Doppel und mit der deutschen Nationalmannschaft, und von 2008 bis 2011 als Profi unterwegs.

Tomas Behrend schlägt Christian Schäffkes


Einen neuen Deutschen Meister gibt es auch bei den Herren 45: den schon erwähnten Tomas Behrend. Der gebürtige Brasilianer ist als Fünfjähriger nach Deutschland gekommen, war später 13 Jahre auf der ATP-Tour, hat auf Platz 74 der Herren-Weltrangliste gestanden, 2003 für Deutschland im Davis-Cup gegen Weißrussland  und in der Bundesliga für den Rochusclub Düsseldorf  gespielt. Behrend hat heute eine „Tennis-Academy“  in Alsdorf. Er trat diese Woche zum ersten Mal bei den Deutschen  Hallenmeisterschaften der Senioren an – und holte sich den Titel mit 7:6, 6:3 gegen den an Eins gesetzten Ratinger Christian Schäffkes. „Seine Vorhand kam nicht so gut wie sonst“, sagte Behrend. „Und ohne starke Returns ist es in der Halle schwierig zu gewinnen“, ergänzte Schäffkes.

Marc Pradel hält einen Titel am Niederrhein

Bei den Herren 40  schaffte der Niedersachse Bastian Bohlen (Lehrter TC) eine erfolgreiche Titelverteidigung mit 6:7, 6:3, 6:3 gegen den Remscheider Matthias Schramm. Ein Titel blieb heute aber auch bei den Herren am Niederrhein: Der topgesetzte  Ratinger Marc Pradel setzte sich in der AK 50   „plangemäß“ gegen Sven Hüttner aus Remscheid (Nr. 8) durch – beim Stand von 6:3 und 1:0 durch Aufgabe. Deutscher Meister der 55er wurde Ronald Jung aus Bad Dürkheim mit 6:4, 6:4 gegen den Berliner Guido Schiller.

Nach dem  Halbfinal-Aus der favorisierten Krefelderin Helga Nauck bei den Damen 55  gegen  die Mainzerin Christina Wolf gewann Jolanta Bojko aus Gensingen das Endspiel gegen Wolf in drei Sätzen.  Und dann gab es ein plangemäßes und klares Ergebnis im Finale der Damen 50: Die Favoritin Petra Dobusch aus Stuttgart gewann 6:0, 6:1 gegen die Hannoveranerin Angela Duis (Nr. 2).

Neun stressige Tage für die Organisatoren mit Einsatzzeiten von morgens acht Uhr bis abends gegen elf sind vorbei. Sie haben, wie immer, mit Bravour bestanden und nun ein wenig Ruhe verdient.

 Alle Ergebnisse, auch der Doppel-Wettbewerbe und Nebenrunden, finden Sie HIER: ZU DEN FELDERN

Christian Schäffkes (links) und Tomas Behrend ALLE FOTOS DIETER MEIER

Manon Kruse und Svenja Weidemann

Sabine Gerke, Sven Hüttner, Marc Pradel und Jürgen Müller

Petra Dobusch und Angela Duis

Gut organisiert (oben von links): Dietmar Stratmann, Dieter Meier, Janine Lang: unten Sabine Gerke, Désirée Leupold und Renate Czekalla.

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