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50 Jahre Tennis-Verband Niederrhein (1947-1997)

Schon vor der Gründung des Deutschen Lawn Tennis Bundes (später: DTB) in Berlin im Jahre 1902 war der Tennissport am Niederrhein existent, zum Beispiel im Crefelder Hockey- und Tennis Club 1890 e. V. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in Deutschland die Ernährungslage für die Bevölkerung mehr als kritisch. Niederrheinische Postillen, die mit Genehmigung der Militärregierung herausgegeben werden durften, sprachen von einer Ernährungskrise, von fehlender Bekleidung und Schuhzeug.
Damals, vor 50 Jahren, als der Hunger die größte Not darstellte, begannen schon mutige und entschlossene Bürger, auch den Sport wieder zum Leben zu erwecken. Viele Helfer der ersten Stunde bemühten sich um die Materialbeschaffung für die zerstörten Tennisanlagen. In dieser Aufbauphase war das Improvisieren die einzige Strategie.

Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, blickte und blätterte "NIEDERRHEIN Tennis" in den Annalen. Die Geschichte des TVN beginnt im April 1947, als um Sitzungssaal des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf der Verband aus der Taufe gehoben wurde.
Zum 1. Vorsitzenden wird Landesgerichtspräsident Dr. W. Fölsch aus Wuppertal gewählt, zum 2. Vorsitzenden Bruno Crux (Rochusclub) und zum Jugendreferenten Dr. Schneider aus Benrath. Conrad Meffert (ETUF Essen) wird Schriftwart. Dem erweiterten Vorstand gehören weiterhin die Herren Dr. Tüscher, Dipl.-Ing. E. Dörrenberg und Dr. Dilthey an.

1948: Der Verband Niederrhein, zahlenmäßig wohl der stärkste Tennisverband der britischen Zone hat 9.000 Mitglieder in 53 Vereinen. Wettkämpfe werden in Orts- und Bezirksturnieren ausgetragen. Von den Alliierten beschlagnahmte Plätze werden zurückgegeben, Bombentrichter aufgefüllt und Linien per Hand mit Kalk oder Gips markiert. Die Ballver- und -zuteilung ist rationiert: Pro Woche und Platz gibt es anfangs lediglich zwei(!) Bälle.

Gegen Wochenende sind die Bälle bis aufs schwarze Gummi heruntergespielt! Turnschuhe haben nur Privilegierte, so wie der Tennissport überhaupt noch sehr elitär ist. Mager, gesund und frohgelaunt, barfuß-spielend und die Garderobe im Maschendraht der Umzäunung, so etwa sieht der Sportbetrieb auf den Tennisplätzen aus.

Es ist die Zeit des legendären Gottfried von Cramm, der z. B. am 20. August 1948 mit seinem Partner Henkel ein Gastspiel bei den Spitzenspielern des Tennisvereins Schwarz-Weiss Rheydt gibt. Gegen den ehemals talentierten Nachwuchsspieler Horst Hermann kann sich von Cramm nach Rückstand nur knapp mit 7:5, 7:5 behaupten. Seinen Reinerlös stellt von Cramm dem evangelischen Hilfswerk zur Verfügung. Die Lokalpresse berichtet in dieser Zeit von Hallenkämpfen bei Gold-Weiss Wuppertal, Clubkämpfe des OTHC Oberhausen, der Remscheider Tennisabteilung Rot-Weiss im "VFB Marathon" und von der Wiederaufnahme des Spielbetriebes beim ETUF Essen auf zwei Plätzen der Firma Goldschmidt in Bredeney.

Auf der 2. Jahreshauptversammlung am 12. Mai 1948 in Düsseldorf folgt die Umbenennung des "Rheinischen Bezirks" in Tennisverband Niederrhein. Der Antrag von Herbert Pattberg (TV 03 Krefeld), den TVN mit seinen mittlerweile 80 Vereinen in 4 Kreise zu untergliedern, findet einstimmige Annahme. Das sind im einzelnen:

1. Kreis "Linker Niederrhein"

unter Vorsitz von Dr. HV. Dilthey (Rheydt),
2. Kreis "Industrie- und Ruhrgebiet"
unter Vorsitz von Dr. H. Schürmann (Essen),
3. Kreis "Düsseldorf mit Stadt Düsseldorf"
unter Vorsitz von E. Dörrenberg (Düsseldorf),
4. Kreis "Bergisch Land mit Wuppertal"
unter Vorsitz von H. Berninghaus (Velbert).
 
Ein Jahr später spricht der Vorsitzende Landgerichtspräsident Dr. Fölsch, die Hoffnung aus, daß Tennisbälle der Marke "CONTI" bald auch über Sportartikelgeschäfte zu beziehen seien. Dr. Fölsch befürwortet außerdem den Beitritt in den "Deutschen Tennisausschuß" bzw. in den Deutschen Tennis Bund (DTB) – einem Bund der Vereine seiner 14 Fachverbände.

Auf dieser Generalversammlung vom 24.1.1949 tritt auch Rudolf Dreisilker als Schriftwart die Nachfolge von Herrn Meffert an. Jener Herr Dreisilker, der mit seinem Kollegen Herrn Schmidt und dem Chefredakteur Wolfgang Lencer einen Sportverlag gründet, in dessen Namen heute noch die DEUTSCHE TENNIS ZEITUNG (DTZ) erscheint. Zunächst informierte aber "Tennis" als alleiniges amtliches Nachrichtenblatt des DTB (Hannover-Linden) in einer Auflage von 1.500 Stück.

Im Jahre 1950 übernimmt der Industrielle Jost Henkel den TVN-Vorsitz, um ihn nach drei Jahren auf Grund seiner Wahl zum DTB-Präsidenten an seinen Nachfolger Eduard Dörrenberg vom Rochusclub Düsseldorf zu übergeben. Im Vorstand sind weiter Dr. Karl Kalmund (2. Vorsitzender), Rudolf Dreisilker (Schrift- und Kassenwart), Dr. Hans Victor Dilthey (Sportwart), Dr. Friedrich-Wilhelm Schneider (Jugendwart) und als Beisitzer Dr. Wolfgang Huber und Dr. Hans-Otto Berckhoff.

Die "Urschrift" des Tennisverbandes Niederrhein wird erst am 15. Juni 1955 mit der Vereins-Register-Nr. 1743 beim Amtsgericht Düsseldorf besiegelt. Bis zu dieser Zeit ist der TVN bereits auf 126 Vereine angewachsen In einem Davis Cup-Vorrundenspiel trifft Deutschland im heimischen Rochusclub auf Irland. Aus Gründen der Kosteneinsparung zieht der DTB in die Clubräume des DTV Hannover um.

Von dem DTB-Bundestag berichtet E. Dörrenberg u. a., daß z. B. bei den "Großen Medenspiele" in Zukunft nur noch die Fahrtkosten der 3. Klasse der Bundesbahn vergütet werden. Jugendwart Dr. Schneider verlangt eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung von Jugendlichen. Herr Knop (Rot-Weiss Hilden) berichtet über das in seinem Club mit gutem Erfolg durchgeführte Schultennis. Vereine stellen den Antrag, bei Turnieren eine besondere Altersklasse für die Spieler zwischen 35 und 45 Jahren zu schaffen.

Die "Neue Rhein-Zeitung" berichtet am 9. März 1956 von der TVN-Generalversammlung im Düsseldorfer Industrieclub. Die erfolgreiche Niederrhein-Bilanz sah 3 von 4 Bundes-Mannschaftsspielen als Sieger, und zwar die Poensgen- und Henner-Henkel-/(-Cilly-Aussem-) Teams der Jugendlichen. Der bislang größte Kreis im Verband – der Ruhrkreis – wird in zwei Kreise geteilt, so daß Essen nun als 5. Kreis im TVN rangiert.

Das Tennislehrerhonorar beträgt 1959 im Schnitt 6,– DM pro Stunde (weitere 3,– DM waren für Hallenmiete zu entrichten!). 1963 sind im Verbandsgebiet Niederrhein schon 166 Vereine organisiert. Zu der Jahreshauptversammlung am 13. 2. 1963 im Hotel "Rolandsburg" in Düsseldorf schicken lediglich ein Viertel aller TVN-Vereine ihre Stimmberechtigten. Im Frühjahr 1964 wird der 1. Übungsleiter-Lehrgang mit 33 Teilnehmern bei ca. 125,– DM Lehrgangskosten p.P. durchgeführt.

Die Übungsleiter-Tätigkeit wird nur auf den eigenen Club und auf das Trainieren mit Jugendlichen, Gruppenspielerinnen und -spieler beschränkt. Bei den Vorstandsneuwahlen am 17. März 1965 übernimmt weiter unter Führung von Dipl.-Ing. Eduard H. Dörrenberg der Hildener Karl-Heinz Herfs von seinem Vorgänger Herrn Piel das Amt des Wettspielleiters. Schriftwart ist der Krefelder Eugen Abele (CHTC), Sportwart der Essener Wolfgang Bake (ETUF) und Jugendwart H. J. Schoeps (Hildener Allg. Turnerschaft). Auch eine Referentin für Damentennis – Frau Lilo Hager (Raffelberg) – gehört zum erweiterten Vorstand.

Nach fast 15jähriger Vorstandstätigkeit gibt E. Dörrenberg am 14. März 1967 auf Grund seiner Kandidatur als DTB-Vizepräsident das Amt des TVN-Vorsitzenden an seinen ehemaligen Beisitzer, Herrn Dr. Wolfgang Huber (ETUF Essen) ab. Dr. Huber wird einstimmig ohne Gegenvorschlag gewählt. Am 29. 11. 1969 wird das Bundesleistungszentrum in Hannover eingeweiht und Richard Schönborn als Spitzentrainer eingestellt. Auf die Übergabe bzw. Die Inbetriebnahme seines offiziellen Stützpunktes muß der TVN indes noch warten.

Beim DTB ergeht der Antrag, erstmals Tennislehrer zu den Medenspielen zuzulassen. Beim Davis Cup dürfen weiterhin keine "Berufsspieler" teilnehmen. Die Bezeichnung "Lizenzspieler" wird abgeschafft und eine Drei-Gliederung in "Amateur", "Spieler" und "Profi" vorgenommen. Die TVN-Ranglisten werden im Jahr 1970 von Jara Kunstfeld (TG RW Mönchengladbach) und Wilhelm Bungert (Rochusclub Düsseldorf) angeführt.

1972 erstmals werden Tennislehrer zu allgemeinen Turnieren zugelassen. Am 8. März 1972 löst Haymo Büscher vom TC Düsseldorf-Oberkassel Herrn Dr. Huber nach 5jähriger Amtseit als 1. Vorsitzenden ab. Den 2. Vorsitzenden hält Erhard Ziegler (ETUF Essen) inne. Am 20. April gleichen Jahres, so berichtet Herr Dreisilker, wird in die TVN-Geschäftsstelle eingebrochen und 163,95 DM entwendet. Das ewig grüne Thema "Tennis-Leistungszentrum" durchzieht die TVN-Vorstandssitzungen über Jahre wie ein roter Faden.

Im November 1974 besichtigen die Herren Dr. Stauder und Herr Steinberg das avisierte Areal der Sportschule des Westdeutschen Fußballverbandes in Duisburg-Wedau. Eine Lösung für die gemeinsame Nutzung ist noch nicht in Sicht, obwohl der Standort und die räumlichen Möglichkeiten der Sportschule als ideal angesehen werden. Der DTB entwirft Juli 1975 ein Konzept, in dem alle Sportartikelhersteller nur als Pool-Mitglieder in Verhandlungen mit den einzelnen Verbänden gehen dürfen.

Am 1. 4. 1977 zieht die TVN-Geschäftsstelle mit dem Verlag Schmidt & Dreisilker in ein neues Gebäude nach Erkrath, Bismarckstraße 17, um. 1978 richtet der Düsseldorfer Rochusclub erstmals den Nations-Cup aus (der später in "WORLD TEAM CUP" umbenannt wird.)

Die TVN-Geschäftsstelle wechselt erneut und bezieht am 1. 7. 1979 Räumlichkeiten in der Mönchengladbacher Kaiserstraße 22, wo bis zum heutigen Tage die geschäftlichen Belange zusammenlaufen. Spielerpässe auf Bezirksebene – im September 1979 wird gemäß Paragraph 4 TVN-WO die Spielberechtigung nur noch mit gültigem Spielerpaß genehmigt. Erstmals dürfen in der Bundesligasaison je Mannschaft ein (1) Ausländer eingesetzt werden, berichtet K. H. Herfs im Februar 1980.

Am 10. März 1982 legen die Herren Hans Karl Molt und Friedrich Nonn dem Vorstand die erste Ausgabe von "NIEDERRHEIN Tennis" vor. Das war ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der TVN-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Denn von nun an informiert ein offizielles Organ mit 11 Ausgaben jährlich über die Vereins-"Klüngelei", über das sportliche Geschehen bis hin zu offiziellen Verbands-Mitteilungen. Mit einer geprüften Druckauflage von zunächst 22.000 Exemplaren werden die Hefte einzeln an die private Adresse jedes aktiven Mannschaftsspielers verschickt.

Im Frühjahr 1985 findet der 5. Führungswechsel im TVN-Vorstand statt. Als Bezirksvorsitzender rückt Armin Wilke an die Stelle des Präsidenten auf, die Haymo Büscher nach 13jähriger Tätigkeit mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit verläßt. In diesem Vorstand bekleiden folgende Positionen: Gerhard Nölle (2. Vorsitzender), Helmut Nellessen (Kassenwart), Dr. Ehrenfried Sauter (Schriftwart), Hans-Otto Hohagen (Sportwart) und Rolf Marquardt (Jugendwart). Beisitzer sind Karl-Heinz Herfs und Kurt W. Steinberg.

1985 ist das Jahr, in dem u. a. der DTB aus seinem internationalen Dornröschenschlaf erwacht. Den "Wecker der Neuzeit" spielt der 17jährige Leimener Boris Becker, mit seinem ersten Wimbledon-Sieg. In diesem Jahr erreicht auch die erst 16jährige Brühlerin Steffi Graf erstmals das Halbfinale der US OPEN. Beide – Graf und Becker – werden die nächste Dekade und darüber hinaus das Deutsche Spitzentennis im internationalen Wettbewerb bestens vertreten und es bis zur Führung in der Weltrangliste schaffen. Beide sind aber auch Kinder des Tennis-Booms, den die DTB-Mitglieder-Statistik seit Beginn der 70er Jahre mit zweistelligen Zuwachsraten ausweist.

1986 holt der Immobilienmakler Kurt Weber die gesamte Tennis-Weltelite zu Schaukämpfen in den Kaarster OPEN AIR-Tennispark. Der Essener DTB-Präsident Dr. Claus Stauder proklamiert im Rahmen des DSB-Trimm-Sportfestes den "1. DTB-Tennis-Test".

Angeführt von DTB-Präsident Dr. Claus Stauder treffen sich alle Tennisexperten am 13. April 1986 anläßlich der 40-Jahr-Feier beim mehrfachen Deutschen Herren-Vereinsmannschaftsmeister, dem TC Blau-Weiss Neuss. Im DAVIS CUP-Relegationsspiel bezwingt Deutschland mit Boris Becker und dem Neusser Bundesligaspieler Eric Jelen Ekuador in der Essener Gruga-Halle mit 5:0. Um die Vereinsmeister aller TVN-Vereine alljährlich durch einen Abdruck in "NIEDERRHEIN Tennis" festzuhalten, wird 1987 erstmals die "NT-Clubmeister- Ehrenliste" veröffentlicht.

Der Deutsche Tennis Bund geht im Februar 1988 nach Neuss, um dort seine Mitgliederversammlung (übrigens die letzte MV im alternierenden Modus der Ausrichtung durch die DTB-Mitgliedsverbände) abzuhalten. Der TVN feiert im Rahmen dieser DTB-Jahreshauptversammlung sein 40jähriges Jubiläum; und Dr. Claus Stauder legt als erster das neue DTB-Tennis-Sportabzeichen in Gold ab.

1988 schafft Steffi Graf den Grand Slam und gewinnt zusätzlich noch die Gold-Medaille bei den Olympischen Spielen.

Als Ausrichter und Titelverteidiger muß der TVN mit seiner Großen Meden-Mannschaft beim CHTC Krefeld aus der höchsten Klasse absteigen.

Das traditionelle Grevenbroicher Otto-Jöckel-(Herren-Doppel)-Einladungsturnier wird mangels Beteiligung eingestellt. Wilhelm Bungert erhält durch NRW-Kultusminister Hans Schwier die Landes-Sportplakette verliehen. 155.000 Mitglieder sind in derzeit 500 Vereinen organisiert. 2.617 Freiplätze und 159 Hallenplätze stehen zur Verfügung. 40.000 Aktive in 4.735 Mannschaften nehmen am Wettspielbetrieb teil.

Eric Jelen gehört zum DAVIS CUP-TEAM, welches im Dezember 1988 gemeinsam mit Boris Becker, Carl-Uwe Steeb, Patrick Kühnen und Kapitän Niki Pilic die Schweden Stefan Edberg, Mats Wilander und Anders Järryd in Göteborg 4:1 bezwingt und erstmals die sogenannte "Häßlichste Salatschüssel der (Tennis) Welt" gewinnt.

1989 übernimmt mit dem 7. Führungswechsel der Essener Gerhard Nölle den TVN-Vorsitz, den er bis zum heutigen Tage innehält. 2. Vorsitzender wird der Düsseldorfer Hanns Peter Randel und neuer Kassenwart der Bottroper Ralf Eberhard Böcker.

Der Ratinger Christian Schäffkes wird Deutscher Jugend-Hallen-Tennismeister und auch im Doppel Meister mit dem Neusser Gisbert Pauli.

Deutschland gewinnt im Rochusclub erstmals den PEUGEOT WORLD TEAM CUP. Das TVN-Leistungszentrum, die "Helmut-von-Malottki"Tennishalle an der Essener Hafenstraße wird auf 16 Tennisplätze erweitert.

Presse- und Öffentlichkeitsreferent Hans Karl Molt verstirbt 1990 im Alter von 70 Jahren.

Die Verbandszeitschrift "NIEDERRHEIN Tennis"/NT publiziert erstmals ein Vollseiten-Cover und mit der Dezember-Ausgabe im 9. Jahrgang das 100. Jubiläumsheft.

1991 vollzieht der DTB in Berlin die politische Wiedervereinigung und zählt nun 18 Landsverbände (plus 4) mit 2,2 Millionen Mitgliedern. Das Essener TVN-Leistungszentrum erhält einen modernen Verwaltungstrakt.

1992 verstirbt der Mettmanner Rudolf Dreisilker, Mitbegründer des TVN-Pressewesens im Alter von 81 Jahren. Das Deutsche DAVIS CUP-TEAM kommt in der Essener Gruga-Halle gegen das Belgische Team zu einem ungefährdeten 5:0-Sieg und sichert so den Verbleib in der WORLD GROUP.

Im November 1992 sucht der DTB mit seinem Kongreß "Tennis 2000" nach neuen Lösungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Tennissport.

Für den in Essen ansässigen Verband Deutscher Tennislehrer (VDT) wird der Heiligenhauser Günter Heinisch 1993 zum neuen Präsidenten gewählt.

Mit dem "COMPAQ-DTB-CUP" wird bundesweit eine Breitensport-Turnierserie installiert. Der Mülheimer Lars Burgsmüller wird Deutscher Jugendmeister in der Halle.

Für ihren nimmermüden Einsatz zum Wohle des Tennissports wird TVN-Präsident Gerhard Nölle und dem TVN-Referenten für Lehre und Ausbildung Willi Rabe das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In der Düsseldorfer Messehalle holt das Deutsche DAVIS CUP-TEAM mit Michael Stich, dem Neusser Marc-Kevin Göllner und Patrik Kühnen den 3. Sieg (nach 1988 und 1989) mit einem 4:1 Erfolg über Australien.

1994 startet im TVN das Essener Grundschulprojekt und das Tennis-Teilzeitinternat.
Und NT/"NIEDERRHEIN Tennis" proklamiert das "mehr miteinander".
Im Rochusclub gewinnt zum zweiten Mal ein Deutsches Team (Stich, Karbacher, Braasch und Kühnen) den WORLD TEAM CUP.

In einem rein niederrheinischen Bundesliga-Finale der Herren bezwingt Seriensieger BW Neuss (10:8=4:5 und 6:3) den Herausforderer ETUF Essen und holt seinen (vorerst letzten) 10. Nationalen Titel. Ab der 144. Ausgabe von "NIEDERRHEIN Tennis" übernehmen mit dem Heft Nr. 1-2/95 die Düsseldorfer Vereinigten Verlagsanstalten (VVA) die Herausgabe der Verbandszeitschrift.

Mit der zweifachen "ETA-Spielerin des Jahres" , der Benratherin Stephanie Kovacic kommt das Deutsche Juniorinnen-Team beim Essener WORLD YOUTH CUP ’95 (ETUF) auf den 2. Platz. Weltmeister wird zeitgleich das DTB-Junioren-Team, das im niederschlagsbeeinträchtigten Finale die Tschechen mit 3:0 im TVN-LZ besiegt. Mit dem Neusser Mike Bauer wird der TC BW Neuss Deutscher Jungsenioren Meister und in Dormagen erfolgreicher Titelverteidiger beim ITALIA CUP (=Jungsenioren-Mannschafts-Weltmeisterschaft).

Essen unterstreicht seine Kompetenz als "Tennis-Hauptstadt" , indem als Gastveranstaltung die Stuttgarter EUROCARD OPEN in der Grugahalle und im TVN-LZ ausgetragen werden. Turniersieger wird Thomas Muster, der den Amerikaner Malivai Washington in vier Sätzen schlägt. Ende 1995 wird der "COMPAQ-DTB-CUP" eingestellt, weil sich kein Sponsor für die Weiterführung dieser Turnierserie findet.

NT ehrt das Niederländische DAVIS CUP-Team als die "FAIR PLAY-Mannschaft des Jahres".

Auf seiner 48. Mitgliederversammlung beschließt der DTB in 1996 die Umsetzung des sogenannten "BOSMAN"-Urteils und somit die Gleichstellung von EU-Staatsangehörigen für die kommende Saison.

10 Jahre NT-Clubmeister-Jubiläums-Ehrenliste ’96 mit attraktiven Sachpreisen!

"FILA-FAIR-PLAY"-Ehrung von NT geht an den Düsseldorfer Bundesligaspieler Alexander Radulescu und die "Herren 60" der DJK Adler Oberhausen.

Die 20. GERMAN JUNIOR OPEN werden ein letztes Mal bei der TG Rot-Weiss Mönchengladbach ausgerichtet. Der TVN-Sportausschuß ermittelt in einem Meinungsforum für alle Vereinssportwarte die terminliche Entzerrung der Medenspielsaison ‘97.

1997 – Die 29. Nationalen Tennis-Hallenmeisterschaften von Deutschland für Seniorinnen und Senioren finden ebenso wie die 23. Nationalen Deutschen Jugend-Hallen-Tennismeisterschaften traditionell im niederrheinischen TVN-Leistungszentrum an der Essener Hafenstraße statt. Der DTB wählt auf seiner Jahreshauptversammlung in Hamburg Dr. Claus Stauder für weitere zwei Jahre als 1. Vorsitzenden und beschließt mit seiner "Initiative Tennis 2000" eine Revitalisierungs-Kampagne des Vereinssportes mit dem Ziel, innerhalb von drei Jahren bundesweit 100.000 neue Mitglieder zu werben.

5 TVN-Vereinsmannschaften mit ETUF Essen, Rochusclub Düsseldorf, Blau-Weiss Neuss, OTHC Oberhausen und Aufsteiger DTG Blau-Weiss Dinslaken gehen in die diesjährige Tennis-Herren-Bundesligasaison.

TVN-Präsident und in Personalunion 1. Vorsitzender im TVN-Bezirk 5
Gerhard Nölle wird einstimmig wiedergewählt.
In seinem Präsidium sind folgende Positionen besetzt:

 

Funktion

Name

 

2. Vorsitzender

Hanns Peter Randel

 

Kassenwart

Ralf Eberhard Böcker

 

Sportwart

Ulrich Bunkowitz

 

Jugendwart

Dr. Helmut Lütcke

 

Beisitzer

Hanns-Otto Hohagen

 

Beisitzer

Kurt W. Steinberg

 

1. Vorsitzender Bezirk 1

Thomas Nickel

 

1. Vorsitzender Bezirk 2

Dr. F. H. Schoofs

 

1. Vorsitzender Bezirk 3

komm. Wolfgang Becker

 

1. Vorsitzender Bezirk 4

Karl-Heinz Happe

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